Kinder und Jugendliche, die so genannte Teilleistungsschwächen zeigen, leiden meist unter folgenden Problemen:
- Es gelingt ihnen nicht oder nur schwer, stabile innere Landkarten von relevanten Lerninhalten (z.B. Wörter / Mengen) zu bilden.
- Ohne diese können sie darin auch keine relevanten Muster und Strukturen erkennen, die ihnen das Lernen erleichtern würden.
- Dies ist nicht so sehr eine Frage der Einsicht, als vielmehr der Hirnreifung.
- Somit liegt meist eine Merk- und Mustererkennungsschwäche vor.
- Die sich daraus zwangsläufig ergebenden Frustrationen führen oft zu emotionalen Lernblockaden bzw. „Rollladen-“ und „Blackout-Effekten“.
Die hier vorgestellte Form der Integrativen Lerntherapie verfolgt daher folgende Zielsetzungen:
- Vermittlung von Lernbildern (Wort- oder Mengenbildern) nach neuro-didaktischen Prinzipien und mit Computerunterstützung, um die Bildung neuronaler Landkarten anzuregen.
- Bei LRS: Systematische Erarbeitung eines Grundwortschatzes (Deutsch), Lernwörtern aus der Schule oder auch Vokabeln (1. und 2. Fremdsprache)
- Bei Rechenschwäche: Systematische Erarbeitung von mathematischen Grundlagen (1+1, 1x1, Grundrechenarten, Zahlenräume).
- Eigene Schreibprojekte von einfach Sätzen bis hin zu Geschichten und Wissentexten zur vertieften Automatisierung.
- Abbau von emotionalen Blockaden und Fehlhaltungen im Denken durch Klopfakupressur und/oder Mentaltechniken.
- Ergänzend gibt es die besten Lernspiele aus den Bereichen Logik-, Gedächtnistraining und visuell-räumlicher Wahrnehmung zum Aufwärmen und in einen guten Lernfluss kommen.
Was noch wichtig ist: Die Schüler kommen einmal die Woche für eine Stunde. Es gibt nur Zeitstunden (60 Minuten). Nach Absprache kann auch ein 2-Wochen-Rhythmus vereinbart werden. Die Förderstunde ist so angelegt, dass meist eine Woche gebraucht wird, um die Impulse zu verarbeiten. Eingesetzte Methoden sind auch dann wirksam, wenn das Kind mal einen schlechten Tag hat oder bei Konzentrationsproblemen. Die Dauer der Förderung (bei umschriebenen Teilleistungsschwächen) richtet sich nach dem Förderbedarf und den Zielsetzungen. Im Schnitt bleiben die Schüler 1-2 Jahre, bei Integration auf das Gymnasium auch mal länger. Schüler, die über das Jugendamt gefördert werden, lassen sich in der Regel im Rahmen der bewilligten Stunden gut integrieren.