Etwa 30% aller Schüler und Schülerinnen leiden unter Konzentrations-problemen, 5% unter schweren Aufmerksamkeitsproblemen. Im letzteren Fall spricht man auch von ADHS oder ADS.
Aufmerksamkeitsdefizite zeigen sich meist durch:
- Körperliche Übererregtheit im Sinne eines körperlichen Tinnitus. Meist veranlasst diese Betroffenen dazu, sich ständig in Bewegung halten, um dies Umstand auszuhalten. (Fehlgehender Versuch der Gegenstimulation bzw. reziproken Hemmung)
- Einen übervollen inneren Bildschirm bzw. einen Ideen- und Impulsüberschuss. Es fällt schwer, auf Wesentliches zu fokussieren oder nur intensive Reize setzen sich gegenüber der Gedankenvielfalt durch.
- Reizoffenheit und Hypersensibilitäten gegenüber äußeren Reizen.
- Überreizung und Frustration führen oft zu emotionalen Blockaden sowie „Rolladen-“ und „Blackout-Effekten“.
Die Therapie von Aufmerksamkeitsdefiziten setzt an folgenden Punkten an:
- Gezielte Entspannung der unwillkürlichen, körperlichen Enervierung durch geordnete Selbststimulation mittels Klopfakupressur (Prinzip der reziproken Hemmung).
- Aufräumen und Klären des inneren Bildschirms.
- Bearbeitung spezifischer Themen und damit verbundener emotionaler Reaktionen wie „Wegträumen“, „Wut / Frust“, „Blackouts“, „Sorgengedanken“, „Sich mögen“ etc.
- Als zusätzliche Unterstützung das Beste aus den Bereichen Logik-, Gedächtnistrainings sowie Lernstrategien.
Was noch wichtig ist: Bitte bedenken Sie, dass Aufmerksamkeitsprobleme oft auch etwas mit Hirnreifung und -entwicklung zu tun haben. Es empfiehlt sich daher ein wöchentlicher Rhythmus von jeweils einer Therapiestunde. Im Fall von milderen Ausprägungen, kann auch ein 2-Wochen-Rhythmus sinnvoll sein. Bei Vorliegen von Teilleistungsschwächen (z.B. LRS / Rechenschwäche) wird die Förderung mit einer Lerntherapie kombiniert. Die meisten Kinder und Jugendlichen bleiben 1-2 Jahre.